die sendung hat gut die Athmosphäre getroffen...michael hat immer erstaunlich viel zeit!
und wir haben wirklich nicht alle dieselben jeans an, sondern er kennt genau unsere vorlieben und besorgt uns dann diese markenjeans ,hat speziell jede woche für die aufzusuchenden kunden die waren gepackt und sagt dann..
du ich habe diese mal ausgesucht für dich..
wäre das was? wenn ich sie nicht mag..no problem...dann eben nicht..
und achtet auch darauf, dass der Nachbarbauer nicht denselben warmen Pullover hat.
aber kult sind seine socken..so hat er schon vor jahren ,als noch alle welt weisse tennissocken trug, extra für uns diese nur in dunkelblau eingefärbt verkauft, und nun kaufen wir alle immer seine guten falke-socken..
auch hier verschiedenste sorten und so was legte man sich auf vorrat hin..
es ist ganz normal für uns, einen karton voll socken, Wäsche. Handtücher liegen zu haben..
so wie man den wintervorrat in der scheune einlagert, ein bauer hatte keine zeit und lust, in die stadt zum einkaufen zu fahren.
wir sind so immer gut versorgt gewesen, und da kann wechselnde mode natürlich keine Rolle spielen. mein hermann trug über jahrzehnte immer dieselbe sorte jeans.. ,und da war eben wichtig, wie gut kann er damit arbeiten und hält der Stoff wochenlange Strohpackerei aus... diese jeans habe ich dann immer wieder geflickt,mit der rückseite der jeans ,die schon ausrangiert war,
vorne schlissen sie auf von der arbeit, nicht hinten vom sitzen.
Bis ich irgendwann sagte..so nun werden es kurze hosen..
denn meine hermann trug im sommer gerne kurze arbeitshosen so wie der reetdachdecker,
Dann taten sie noch mal einige Jahre ihren dienst..
und kult sind auch sein Schubladen mit bürsten..leuwagen-- ( feudel) , und anderen Schätzen, die schaue ich immer zu gerne durch.
Mir hat sein vorgänger zu beginn unserer ehe 2 große Saalbesen mit roßhaar mitgebracht..so gut, dass sie nun noch immer gut in gebrauch sind..nach über 30 jahren..so gute Ware.
und sein Vorgänger kaufte auch bei den Bauern auf..Kuhschwanzhaare..Hasenfelle,die wurden als Balg mit Heu getrocknet und im Frühjahr nahm der Händler sie mit,
das brachte nur kleines geld.
So wie ich zu beginn unserer Ehe immer zum Kaufmann meine zu vielen Eier hinbrachte, die er dann weiterverkaufte, so war der kleinhandel sehr üblich hier.
mein hermann zog als schuljunge narzissen an der grabenkante
und verkaufte sie in der größeren stadt an blumenhändler ,
dann wurde per rad kohl verkauft,
oder seine eltern hatten johannisbeer ,stachelbeer oder himbeer -kulturen und das obst wurde per fähre nach amrum oder zug nach sylt geschickt.
ich kenne auch einen gärtner ,der jeden tag ca 100km fuhr und seine frischgepflückten Erdbeeren nach Sylt im kleinen VW-bus brachte.. direkt zu den läden ,die bekamen so jeden tag wirklich frische ware.
und so hat meine Mutter auch Rade bei Rendsburg
immer die frischgeräucherten heringe meines Vaters
nachmittags im Dorf von haus zu haus mit fahrrad gebracht ,
und man kaufte gerne bei ihr, weil es kam wirklich frisch aus dem rauch..
ja man verdiente wirklich nicht viel, aber besser als nix..
und es gab noch keine auflagen für Transporte.. wegen lebensmittel--
mit schlechter Ware kann man nur einmal kommen,
dann kaufen die leute nicht wieder, wie Michael Eggert treffend sagte.
also hoffen wir, dass solche fahrenden Kleinhändler uns erhalten bleiben und nicht durch Betrüger in Misskredit kommen. Ich jedenfalls kaufe gerne dort ein.
kleiner Nachtrag nummer 2: man kann den film in der Mediathek des NDR sich noch anschauen oder auch runterladen. das 2. mal schauen haben wir noch mehr den film genossen! Besonders Hermann war beeindruckt wie fit und gutaussehend der bauer mit der Kuh händelte..,
aber ich fand,er sah früher auch immer so gut aus! auch bei der Arbeit