Freitag, 20. November 2009

Rapporte weben ,rhythmisches Weben....

Ein Rapport im Textilen
"die kleinste abgeschlossene Einheit eines Textilmusters im Grafikbereich. Bei einem aus mehreren kleinen Teilen zusammengesetzten Muster (z. B. bei Tapeten oder Stoffen) nennt man ein einzelnes solcher Teile Rapport." ( siehe wikipedia)
Ich webe Streifen,also ist mein Rapport immer die kleinste Einheit von Streifen, die sich dann wiederholen.
Ich webe gelbe, rote, braune Streifen ( oder Farbe,die sich dieser Farbe annähert) ,


und kann natürlich mit meiner hand-gesponnenen in sehr unterschiedlichen Mengen vorhandenen Wolle ein sehr genau abgezählten Rapport weben, aber das möchte ich nicht. Ich möchte kleine Unterschiede haben,weil die Farben auch sehr unterschiedlich wirken.
Wie gehe ich nun vor, wenn ich nicht genau jede Reihe zähle oder gleiche Streifen habe?
aber auch nicht alles vorher auswiege und messe.

Nun nach 70cm weben,weiß ich dass ca 45 Wicklungen auf dem Webeschiffchen ca 11 cm Weblänge ergeben,
und dass ich aus einer Spule voll gezwirntem Garn 2 Blockstreifen zu ca 26 cm weben kann.
Aber ich sehe auch, ich habe viel gelb im Fundus, genug rotes, wenig braun.
Etliches ist schon versponnen, anderes wartet noch auf der Spule oder im Korb auf Weiterverarbeitung.

Ich mag das so.
So habe ich mich entschlossen, schmalere braune Streifen zu weben,
aber niemals ganz gleiche, ebenso sind auch die anderen nur angenähert gleich breit.
Es soll noch unregelmässig aussehen, nicht präzise.

Nur wie wirkt es fertig, dass ist auf dem Webstuhl nicht zu sehen,
selbst ein Foto von unten zeigt nur einen kleinen Ausschnitt der Webarbeit.
Daher prottokoliere ich die Webarbeit mit cm-Maß und Zeichenskizze.
wichtig ist, immer das Maßband mitzuführen beim Weben,
nicht nur die kleinen Abschnitte zu messen, sondern auch immer die Gesamtlänge zu notieren.

Dabei habe ich nun festgelegt ,
ein Rapport soll etwa 36-42 cm breit sein,
aber soll dabei auch varieren bei den Einzelnen Farben von 9-16cm
, aber alle Farben zusammen müssen als Gesamtlänge bei einem Rapport sich in diesem Rahmen bewegen.
eine Zeichnung hält die einzelnen Web-schritte fest, so habe ich immer den Überblick.

einkauf regional oder doch überregional..

Einkauf wird heute immer gleich mit Gewissensfragen bedrängt..
ist es ökologisch, welcher CO² -ausstoß-- transportkosten..war es zu teuer?
Aber ich mag es auch einfach mal Genuss-Einkauf zu machen..ohen zu rechnen.

nur wenn die Weintrauben aus Brasilien kommen..spüre ich inneren Widerstand,
bei Mangos merkwürdigerweise nicht..oder Käse aus Frankreich ..ganz normal

Aber warum nicht mal aus Deutschland delikat genießen..

Und nun habe ich angeregt durch meine Schwester etliche Tüten Bioland-kartoffeln gekauft, kamen gestern im Karton,
Frachtkosten 5 euro pauschal..,also das ist nicht zu teuer..,
und nun werden wir wie Delikatessen sie genießen..mal rot oder mehligkochend..mal hellgelb und Salatware..,
statt Gänsebraten im Ofen mit Rosmarin und Thymian aus dem Garten..
und einige zur Seite legen, für den eigenen Garten.

und da innerte ich mich an früher,
wenn unsere Kartoffelbäuerin im Dorf im Herbst ihre Säcke mit Kartoffeln ausfuhr
und zu meiner Mutter sagte, das wäre für sie am schönsten..die Säcke mit 50kg oder einem Zentner in das Haus zu bringen.Dabei muss man sagen, die gute Frau hätte auch Gewichtheberin oder Diskusswerferin sein können, so stark war sie,und in unserer einklassigen Volksschule habe ich sie immer bewundert, wie sie den Schlagball beim Schlagballspiel mit dem Stock weit über den Schulhof hinaus schlagen konnte und alle rennen konnten und Punkte sammeln.
Aber unterschiedliche Kartoffelsorten wie Delikatessen genießen,das kannte man nicht.
Mir genügen nun 2,5kg-5kg Beutel..und ich denke der Bauer hat nun auch Gabelstapler.statt selbst zu tragen..wie es sich doch verändert in der Welt.

und so kommt immer mal die welt zu uns ins Haus..per karton ,
nun warte ich auf Lieferung Wolle aus Südafrika..
und freue mich über die Wolle aus Schottland ,die ich in Tondern kaufte.
aber will auch beim Schäfer hier vor Ort noch Wolle holen.

Mittwoch, 18. November 2009

Wetterkapriolen..

 
 
 
Gestern noch so schöne dicke wolken und sonnenschein,
windstille, heute sturmstunden.
so eben zog heftigste Böene durch
und Regenwand wirklich heftig.
..schon eindrucksvoll...

konnte es leider nicht so fotographieren,wie es war..
man konnte wie bei einer Nebelwand nicht weit sehen.
Der Regen kam waagerecht.
Posted by Picasa

wolle aus Dk..

 

Heute habe ich den stürmischen Tag
zu einem Einkauf genutzt.
Früher war ja der Buß-und Bettag
der Einkaufstag in der Deutschen
in Dänemark..
Möbel..Geschirr..Schuhe..
heute nix,,,weil kein Feiertag mehr und DK ist teuer geworden.
aber mir war es wichtig ,
Naturwolle zu kaufen, die noch zu filzen ist,
und so schaute ich mal in Tondern nach.
aber das eine Geschäft wieder geschlossen,
ebenso etliche andere im Osten der Stadt,
schon deprimierend.

aber mein Strickwollgeschäft,
klein ,eng und voll hatte schöne Auswahl.
Ich hatte mir vorher von der Bank Kronen geholt,
so entfiel der Umtausch und die Umrechnerei.

Billig ist solche Wolle nicht,
aber das muss ich in Deutschland auch für Effektgarne bezahlen.

Ich habe mich nun für graue und hellgraue Shetlandwolle entschieden,
für den Kettfaden von grauen kleinen Plaids..,
es wurde in der Familie mal nicht bunt gewünscht.

Diese wolle ist von Karen Noe..,15 Stränge a 50g füllten meinen Rücksack..
also für Nachschub ist gesorgt.

Sturm im Anmarsch..

noch rätseln wir, wird es wirklich heftig ?
wir glauben eher nicht,
aber nun heißt es mal wieder die richtigen Türen zu schließen oder offen zu halten, damit das Dach nicht abhebt bei Orkanböen, und sonst abwarten.
Wer das nicht kennt, mag ängstlich sein, aber für uns sind Orkanböen normal.
und sonst

schaut mal unter Faehre.de für Dagebüll
oder http://www.st.peter-ording-nordsee.de/webcam-strand.html

da könnt ihr im Laufe des Tages die Zunahme des Wasserstandes beobachten,
entweder auf der Mole Dagebüll oder beim Stelzenhaus in St.Peter-ording
wird immer life das protokolliert.
Wir werden hier ca 15.00Uhr Hochwasser haben.

so ich fahre nun nach Tondern..will mal nach Textilem schauen,
beosonders Kreuzstich und Wolle von den Faröern.

Als vor etlichen Jahren der Orkan Kyrill durchraste,
da war es anders, da hob sich sogar der Bus, mit dem meine Tochter von der Schule Tingleff nach Tondern kam, mal kurz von der Straße ab.

Dienstag, 17. November 2009

quittengelee

Vergeßt mal,wie ihr das Marmeladekochen gelernt habt, ich beschreibe euch nun,wie es ohne Dampf und Stress geht. Ich vertrage ja keine Küchendünste, daher koche ich mit Deckel, kleinster Stufe und Zeit.
Also gestern habe ich ja Quitten gesammelt, genug um einen 10-Liter Kochtopf mit geschnittenen Quitten zu füllen.
Dazu kamen 3 Liter Wasser ,Deckel drauf.und auf kleiner Stufe (Automatik 3 von9) anstellen.
Sobald es köchelt, auf 1 von 9 stellen.
Eine Stunde köcheln lassen
Da kocht nix über..ich verlasse dann immer die Küche.

Nun den ersten Saft abschöpfen,
eventuell noch einen halben Liter Wasser dazu.
Nach 3 Stunden abstellen.

Heute früh alles in einem Sieb über 2. Kochtopf abtropfen lassen,
da es etwas gedampft hat, Wasser verdunstet so ,
und ich es nicht gründlich abtropfen ließ--wurden es fast 2 1/2 Liter Saft.

Nun den Topf gereinigt,
und 1 Liter Roten Saft
plus 1 kg Gelierzucker 1:1
plus eine Packung Gelfix1:1 .

Wir mögen das Gelee nur fest.

Wieder Topf auf 1 stellen,
Deckel drauf,
1 halbe Stunde köcheln.






kontrolle zwischendurch-





Nun gibt es keinen Schaum, keine Schichten, nur klares Gelee.

Abfüllen in kleine Gläser mit dem Litermaß.



Ich wecke alle Gläser noch mal kurz ein, ,
so ca 15 min köcheln.

so gibt es garantiert keinen Schimmel.

das ist schlicht Naschen,
wegen der langen Kochzeiten sehe ich das keinen Vitaminwert,

aber auch ohne Zusatzstoffe,
nur etwas Zitronensäure, die ich aber vertrage.

und das gibt es zu meinem bunten Stuten.

michael ist da

seit einigen Tagen fährt er schon mit seinem Auto die Höfe ab, heute morgen waren wir dran.. erst ein Schnack bei einer Tasse Kaffee, und michael Eggers hat viele dönntjes zu erzählen,
aber auch sehr persönliches ,auch trauriges ,was so passiert ist,

aber am Ende siegt der Humor..
So nun gehts zum Wagen,

ich habe mir weitere dunkelblaue Strick-Mütze für Besucher geholt,
dann gute Hosen der Markenjeans getestet,
und michael hat immer was in meiner Größe plus minus mit.
Er packt den Wagen speziell für seine Kundentour am Wochenende,
denn die Woche über bleibt er vor Ort.
Das macht er genauso auf dem Festland wie auf den Halligen und Inseln.
Und nun war Hermann dran..,
aus Koffern kramt Michael neue Arbeitspullover,
ich habe es mal fotographiert..wie sie Spaß dabei haben.
und diesmal ließ ich die vielen Schubladen mit Bürsten,Schrubbern ,Besen und Handtüchern und aus, das ist im Frühjahr dran.




Michael erzählt Hermann wie man beim Filmen sich verhalten soll,
nicht in die Kamera schauen.,( er war ja vom NDR als Inselhöker porträtiert worden.)


gekauft,



nun noch Winterwoll-socken-schauen..er hat neuen Hersteller,..

schade nix in meiner größe, aber zum Frühjahr hin..will er dann auch meine Größe dabei haben.
und bekommt mit auf den Weg, der Pullover ist gut, davon könnte es gut noch welche in dunkelrot oder dunkelgrau geben.

und das wird so kommen..

also bis zum nächsten mal..
und gleich noch eine visitenkarte geben lassen.. für andere interessierte.

Montag, 16. November 2009

November-arbeiten

zuerst habe ich mal am Webstuhl diese Technik des Rug-hooking ausgetestet,
also man macht ja wunderschönes dichtes Schlaufengewebe,
aber man darf nicht dran ziehen..es ribbelt alles auf!!

Diese Technik ist nur für dicke Stoffstreifen aus Wollstoff
und wirklich enge Löcher geeignet..
das heißt aber, zu viel Kraftaufwand für die Hände, und nachdem ich bei einem Shop sah,dass man orthopädische Handschuhe auch dazu verkauft,damit der Karpaltunnel kein Syndrom heran bildet, da bleibe ich lieber bei den üblichen Web-knüpfknoten.

Aber nun habe ich einen kleine Teppich begonnen aus grauer Schafwolle, von "Söckchen", ein Schaf mit dunkler und hellgrauer wolle und weißen Fesseln von Simon.
Die Wolle liegt schon länger.
Ich habe mich entschlossen ,sie nicht zu kardieren,
so bleiben die unterschiedlichen Farben in der Locke sichtbar ,
sondern ich lege sie Locke für Locke ein,
dann immer wieder graublaue Schüsse. Es soll ein kleiner Bettvorleger werden,
damit mein Enkel nachts beim Aufstehen keine kalten Füße bekommen.
Und ich mache es noppig, aktiviert so die Reflexe so die Füße.


das andere Spinnen und Weben muss etwas warten, muss meinen linken Arm schonen, Grippeschutzimpfung...

Dafür habe ich heute noch Quitten geschüttelt und gesammelt,


ein großer Topf köchelte nun ,schöner roter Saft.., morgen wird er zu Qiuttengelee.





und mein Hermann nutzte das feuchte Wetter, den Hofplatz rutschfest zu machen, er schrubbte mit dem Hochdruckreiniger Blätter und vermooste Oberflächen sauber.
so kann er sicher trotz Beinbehinderung gehen.



Man beachte die weiße Pudelmütze..
die habe ich extra wieder für ihn mal gesponnen und gestrickt ..das gehört zu ihm .
Er trägt weiße Pudelmützen.

wer kennt rug hooking?

Beim Querlesen durch Blogs entschloss ich mich, mal in canadischen textilen blogs zu schauen und entdeckte das wort Rug hooking..

sah aus wie knüpfen ,aber doch anders. Das weckte meine Neugier, denn es gab wirklich wunderschöne Bild-strukturen , dann hieß es man braucht geschnittenen Wollstoff-streifen ,dann wiederum häkelnadelartige Nadeln mit Holzgriff.
in Youtubbe entdeckte ich dann wie die Technik funktioniert. Man zieht Schlaufen, aber nicht wie tufting ,das ja ein Nähmaschinennähen mit Schlaufen ist, sondern die Schlaufen werden nicht gesichert.die Schlaufen bleiben zumeist geschlossen, werden nicht aufgeschnitten.
Wichtig ist wohl sehr gutes Untergewebe aus Leinen zu haben, früher wurde Sackleinen genutzt, dazu exaktgeschnittene schmale Wollstreifen, wozu es präzise Schneidemaschinen auch zu kaufen gibt.

und es gibt große Ladengeschäfte mit riesenauswahl an wollwebstoffen zum Zerschneiden...,man staunt.

und wie in allen Hobbys,es gibt wunderschöne ältere naive Arbeiten, die in der Frühzeit an den canadischen Küsten und auf Neufundland gefertigt wurden,wo wirklich alte Stoffe verwertet wurden,
dazu aber auch moderne hohe kunst der Farbgestaltung und schöne Teppiche zum Stauenen, aber natürlich auch simpler kitsch.
Man kann kurse belegen, man kann Fertige Packungen zum Hooken kaufen, man hat spezielle Nadeln und Rahmen...

hochinteressantes werkeln..

also gebt mal unter google oder youtube ein : rug hooking , canada, newfoundland..oder ...
man kann daraus Teppiche machen oder Bildteppiche für die Wand.

und hier der erste link.

http://redjackrugs.blogspot.com/2008/08/virtual-rug-hooking-classroom.html

Samstag, 14. November 2009

Am Himmel

ohne Worte 16.00Uhr









jetzt könnt ihr gerne kommentieren,
aber als ich sie hineinstellte, war ich noch so gefangen vom Zauber des Lichts und der Farben,
und erinnerte mich sehr gerade an den Tod einiger lieben Freunde ,bzw Verlust von guten Beziehungen zu Freunden ,die die Zeit nicht überdauern konnten.
da hätte ich nix hören mögen .

nun ist wieder alltag und genießt....und sagt ruhig..,was ihr spürt..

Im Verborgenen..

unbemerkt, aber eigentlich ständig sichtbar verändert sich der Garten.
Neue Pflanzen ziehen ein, Pilze ,Moose und Flechten besiedeln Stammreste, Stubben oder schlicht unser immer nasses Holz. Aber auch der Buchsbaum ist im sommer unbemerkt weitergewachsen, nun wo sich das Unterholz lichtet, wird er wieder offensichlicher.

aber ich entdecke auch viel selbst ausgesamtes wie Vogelbeere und Esche oder Holunder unter den Hecken und Bäumen. .



Es ist noch viel Obst und andere Früchte zu ernten..besonders die Wildäpfelbäume sind noch voll. So besuchen uns morgens gerne bei kleinem Kälteinbruch die Krammetsvögel.
Über mir ziehen viele Gänseschwärme hin und her.. in großen Formationen.
Aber auch die Schwäne sind wieder da und sitzen auf den Feldern am Gotteskoog oder der Wiedau.
das hat mich daran erinnert,dass ich ja Brenn-nesseln aufgestellt haben zum Rösten, und habe heute mal nachgeschaut.
vorher sah es so aus..



und nun so



von den gebrochenen nassen Stengeln ziehe ich die Bastschicht ab, sie liegt gesammelt im Hintergrund.




Siehe da, die äußere Bastschicht ließ sich gut aubziehen.Einige Stengel waren schon zu grau ,da war keine Faser mehr, also man muss den Zeitpunkt genau abpassen, deshalb fand ich früher im winter auch keine Fasern an den Brenn-nesseln.
Ich habe eine große Handvoll geerntet, freute mich darüber.
Sieht eingentlich aus wie Heu, und es köchelt nun in Sodalauge.
Mal sehen ,ob ich da wohl nun Brenn-nesselgarn spinnen kann. Aber für viele Hemden der verzauberten Brüder würde es eh nicht reichen..die wilden Schwäne müssen also weiterfliegen.( wer´s nicht kennt, es gibt so ein schönes Märchen über die Schwester,die ,um ihre Brüder vom Zauber zu lösen, aus Brenn-nesseln Hemden macht, aber nicht ganz fertig wird....)

nun hat es einige Stunden zusammen mit Soda und Fleckensalz , und Wasseraustausch vor sich hin geköchelt.Die grünen Teile sind weich, leicht schmierig, aber dazwischen in eine ganz flache glatte Schicht paralleler Fasern.
Ich habe die Fasern herauslösen können durch Schabenmit einem NMesser auf einem Holzbrett, sehr fein weich..und weiß.

Aber ich werde das Verspinnen nicht weiter machen.. zu geringe Ausbeute und zu arbeitsaufwendig.
Aber schaut selbst auf die gescannten Fasern, leider habe ich kein Mikroskop--

Freitag, 13. November 2009

bunter Stuten..unterwegstag..

heute war Unterwegstag.
Meine Enkel bekamen die vielen grünen Merinokardenbänder,
und das passte genau.. sie wollten heute nachmittag miteinander weihnachtliches filzen...also tannenbäume können ergrünen. und der größere wünschte sich von seiner Mama eine Weste genau im Grün von John Deere ( wer nicht aus der Landwirtschaft kommt, das ist ein Schlepper,der ein spezielles grün hat-..)

Ich habe gleich die Fahrt genutzt für Gemüsekauf bei einem Bauernhof in Bordelum..
er hat so schöne Petersilienwurzeln, Pastinaken, Möhren, Porree, rote Beete und der clou rosenkohl ,noch an der Pflanze..,und alles frisch vom Feld, und günstig..

Nun köchelt eine leckere Gemüsesuppe ,
und ich werde viele kleine Beutel Suppengemüse herrichten und einfrieren.
Aber es regnete ohne Unterlaß, der Garten quietschnaß, da mache ich lieber morgen noch die Sellerie und Petersilienernte dazu.


Und ich befand, es wird Zeit für schönen Winterstuten,
den bunten Stuten oder Klöben. Also nioch weitere Zutaten eingekauft,
und dabei gleich zu Hause Vanillezucker angesetzt, ( Vanillestange ausschaben mit einigen Löffeln Zucker und den Vanillestangenstücken verrührt, nun kann das Aroma in den zucker einwandern.

Ich habe aus Hefe, Mehl und Milch einen Teig für ein Brot angesetzt,
dazu kamen Rosinen, gehackte und gemahlene Mandeln,
Sukkade, Orangeade, Zitronenschale und Saft, Vanillezucker,
250 g Magerquark und einige Esslööfeln Öl
alles gut gehenlassen und zu einem weichen Brotteig geknetet.
in der Weißbrotform gebacken.

und so duftet es nun so schön aromatisch..

am Sonntag wird er angeschnitten.
Ich mag es gerne mit Butter und Quittengelee.


Donnerstag, 12. November 2009

locker gewebt



Locker gewebt heißt nicht..lockere Kette,
aber zu stramm darf es auch nicht sein,dann reißen die handgesponnenen fäden.
und immer auf gleiche spannung achten,
da hilft nur der gute Tastsinn.immer mit der Hand die Spannung nachkontrollieren.


Die Kettfäden sind wieder weit, 2 fäden pro cm, der Schuß ist sehr fein gesponnen, aber auch mit sehr leichtem Schlag nur eingelegt.

hier nochmal detailbilder..





Schuß-Webgarn.Romney in der Flocke . holundergefärbt und färberkamille, etwas stärker gezwirnt (und viele andere herbstfärbungen werden dazu kommen..),müssen zum Teil noch gesponnen werden.
.als Strickgarn müsste man es mit Nadelstärke 2 stricken, so fein etwa..
morgen gehts weiter.

goldgelb..

wie die Sonne leuchtet diese Färbung mit Färberkamille..die Romneywolle verspinne ich zu feinem Garn..und freue mich über das Leuchten der Wolle..da macht es nix,dass es draußen nicht hell werden will.


Samstag, 7. November 2009

gartenspaziergang am morgen..

radfahren ja oder nein..,leider wohl nein, es bläst ein kühler wind von südost..,aber noch schien die sonne..kleiner rundgang zur Ernte für den Tag--optisch und real..
für den Obstsalat hatte ich schon Äpfel aus der Scheune geholt, die Holsteiner cox überreif, ideal für die amseln nun, ich habe mir den Ingrid marie und den winterapfel zum Salat gemischt.

das war schon mal lecker zum Frühstück mit Quark und Haferflocken warm..und Schichtkäse,gabs gerade bei lidl.

Es wachsen noch riesen-Mangold,
Von nov-ernte

,ca hüfthoch,
davon kommt ein wenig heute abend in die Gemüsesuppe..,

dazu lorbeer..

auch recht reichlich..die petersilie.

.rosmarin..Sellerie..
und tomaten..,das mag ich im moment gerne ..

hermann erntet noch im Gewächshaus und lässt drinen ausreifen.,viele Ranken sind in den Wein oben hineingezogen..



ich habe mir Salbei mitgebracht, den habe ich schon vor 15 jahren an der Süd-Wand im Geäwchshaus angepflanzt, dort wuchert er nun immer als mein Gesundheitstee..,meterhoher busch..



frisch geerntet nun mein tee für den Tag..

denn ich huste noch viel..


aber auch Wermut, Eberraute,Borretsch und ringelblume zeigen sich neben den Kübelpflanzen..





aber nun kommt eine dichte Wolkendecke von süden her...



genau passsend,sich zum webstuhl zu begeben...
einen schönen tag wünsche ich euch..

Sonntag, 18. Oktober 2009

und hier nun das Ergebnis

ungeplant stand plötzlich eine kleine Plastikdose mit Walnuss-schalen in der Küche, ein Neffe hatte sie vorbeigebracht,
ich habe einen gelben Strang Merino drin überfärbt,
nun die Wolle leidet schon, nicht mehr soo bauschig,
aber da es eh gewalkt werden soll, macht das nix.
Ebenso ist sie nun sehr stumpf..mal sehen was fetten mit der Seife und nachfolgendes Essigbad dann bewirkt .
Hier nun die Färberei..

Die gelbe Probe der Romneywolle zeigt die Farbe vorher,aber das Gelb war noch kräftiger.
Schön finde ich ,dass es sich in dem Zwirn noch in leichten Spuren das klare Gelb zeigt, die Wolle wirkt wie Tweed.


Anschließend habe ich einen schwach-hellbraunen Strang überfärbt.
Das werde ich in Stufen mehrfach färben und dann wieder an der Wäscheleine auslüften.
Hier nach dem ersten Bad.
Das Farbbad ist nicht mehr so kräftig gewesen ( Bild leider etwas unscharf) .



So sah es im Farbbad aus.
Erstes Bild, ein Sieb liegt auf der Wolle,


zweites Bild, die Wolle schwimmt im Farbbad, daher ist das Herunterdrücken wichtig, sonst zieht sie sehr ungleichmässig auf.

also wer kupferbraun mag, sammelt jetzt Walnuss-schalen, am besten gleich in Plastiktüte und benutzt Handschuhe, sie färben stark ab.

Wenn man sich Zeit lassen mag, einfach in kaltem Wasser die Schalen legen, kaltes Wasser drauf und Wolle hinein, auch hier Stufenfärbung gut, ohne Beize schöne Farben möglich. Man kann monatelang färben.

Mittwoch, 30. September 2009

kleine Krapp-ernte

im letzten jahr habe ich die großen wurzeln gekappt nach 2 Jahren Wachstum bei mir, dann wr die Pflanze in diesem sommer in einem roten Steinstopf, damit ich mal sehen kann, wie sich die feinsten wurzeln bilden.



 

Die Wurzeln habe ich zum Teil abgeschnitten und nun trocknen und reifen sie wieder nach.. im nächsten sommer werden sie genutzt zum färben..,man sieht an den dickeren schon die rote Verfärbung der Rinde.

 

und die Pflanze wird nun wieder längere Zeit nicht beerntet. Ich habe bei Kremer-Pigmente getrocknete Krapp-wurzeln gekauft..
aber mehr spaß macht die eigene Ernte.

PS: wundert euch nicht,
dass ich den Krapp nicht normal im Garten kultiviere,
unser Tonboden wird auch Minutenboden genannt, wenn er feucht ist, darf er nicht bearbeitet werden,nur im trockenen Zustand,daher sobald es regent, wird das Feld verlassen,und kann erst wieder betreten werden,wenn das Land abgetrocknet ist,so heißt er Minutenboden . Er ist nicht siebfähig, da kleben alle Teile der Erde wie Kaugummi an den Wurzeln und wenn er trocken ist, kann er hart wie Beton sein..prima wurfgeschosse..
http://www.bodenwelten.de/bod_schatz/garten/bod_arten.htm#sand

Mittwoch, 23. September 2009

die farbe lila..

ich muss doch berichten..
also im moment sehe ich nur lila..

recht heftig pink-farbenes schon überall in den Geschäften..scheint mit grau die modefarbe zu sein..

nun ich mag die farbe auch..also ran ans färben

holunder reift bei uns reichlich, viele jahre habe ich und hermann gepflanzt gepflanzt überall auf dem Hofplatz und die Vögel unterstützten uns..
nun habe ich riesen-Büsche überall ,die sehr unterschiedlich reifen.



.da die Stare auch sonst gute Ernten finden, und sie den ersten Schwung auch gerne fressen dürfen,
haben wir nun im Gegensatz zur meiner Anfangszeit hier auf dem Hof reichlich Holunder zum Saften..


und zum Hängenlassen für die Vögel und zum Färben.

so gehe ich vor..

erstmal die Wolle beizen mit alaun 25 prozentig nach Wollgewicht..,also auf 100g wolle 25 gramm Alaunsalz., über Nacht in der Beize liegenlassen.
U einmal als Vlieswolle gefärbt..,auslüften, nicht spülen.


Dann gesponnen ,
auch mit weißem Garn zwirnen,


weiter färben,
diesmal noch mal vorher mit Geschirr-spülmittel gewaschen,
dann etwas Alaun mit in den Saft.
( wegen der weißen Wolle) .zwei Teelöffel auf 2 Stränge Wolle. aufgekocht und über Nacht stehenlassen,
dabei ein altes Alusieb drübergelegt, damit die Wolle unter der Flüssigkeit schwimmt.


So gewinne ich den Saft--
einen eimer voll Holunder in großem Alutopf ohne Deckel!!!
in einem Liter Wasser aufkochen,
stufe 1 bis 1 1/2 ,
ganz langsam hochkochen..
es kocht soo leicht über..daher ohne Deckel

Diesen ausgekochten Saft zum Teil mit Sieb in den 2. Emaille-topf gießen.. ,
so sehen die Reste aus..

Nun wieder Holunder auffüllen,




kein Wasser dazu,es ist ja noch reichlich Saft im 1. Kochtopf.wieder Saft auskochen..
So bekomme ich laufend Nachschub..

so sieht die wolle im Farbbad aus..


Inzwischen die wolle geschleudert..gelüftet.
.gespült..



oben wolle normal 2 färbungen..im Strang
unten wolle mit weißem Garn gezwrirnt ,dann nachgefärbt

nun lüftet sie wieder

Mittwoch, 16. September 2009

fundstücke

heute war eine tour nach tondern dran..
und ich wurde fündig..
schaut selbst..zuerst ging es über Nebenstraßen zu meinem b.o.g. Laden , schönes Häuschen...könnte man gut leben..



dann folgte diese Straße..


und im laden netten klönschnack und das fand ich ..

eine Buch über die Naturfärberei in schottland




und ein Buch von winnie Paulsen und eines über die Bandweberei..




weiter gings zum Handarbeitsgeschäft

schöne Wollen ,aber ich blieb eisern..kein Garn, ich mache es selbst..
dafür fand ich schöne Hefte zum Stricken...waren umsonst zum Mitnehmen..
nun heißt es übersetzen..



und beim Kiosk gabs noch schöne Prospekte.



weiter gings nach Mögeltondern..
dort musste ich mir die Renouvierung der alten Scheune anschauen..
wie ein umgekehrtes Schiff.



und in der alten dorfstraße



gabs auch hübsches Schild ..



nun nach 3 stunden Radeln bin ich wieder Zu hause..nun gehts den Bohnen an den Kragen..

und nachher werde ich in den büchern und Heften schmöckern..

mehr über den Ausflug noch im Sausewindblog heute abend,


.

Dienstag, 15. September 2009

das ist nun das Färbeergebnis..

so nun ist es geschafft..

von links seht ihr




1. Schwarze Stockrose erster Zug. getrocknete Blüten
2. Baumpilz auf schwacher Gelbfärbung (von Wau--.3. Zug )
3. Stockrose. 2. Zug
4 Heidekraut
5. Krapp wurde doch etwas heißer und krümmelt nun sehr ,aber gefällt mir alles
Das war die getrocknete kleine Ernte von einer Pflanze im letzten Jahr.

und daneben steht meine restl. Gelbfärbung vom sommer,

in real leuchtet es alles viel mehr !!



da soll noch einiges überfärbt werden..